Herando Magazin

30.05.2022

Nachhaltiges Investieren

Der Trend zur bewussten Geldanlage gewinnt immer mehr an Fahrt. Schon längst ist aus der Nische des Grünen Zeitgeistes ein florierender Wirtschaftszweig geworden.

Viele Unternehmen finden den Weg an die Börse, denn niedrige Zinsen und wenige Renditen sowie steigende Aktienkurse bieten ein attraktives Pflaster für Anleger. Doch vielen Anlegern sind die Investmentmöglichkeiten und Fonds suspekt. Geschäfte mit Waffen, Tabak, Gentechnik oder klimaschädlicher Kohle werden vielen abgelehnt. Auch an der Börse geht der Trend zu „bewusstem“ Leben. Was einst als Nische für Startups und “Ökofans“galt, erfasst heute den Zeitgeist und wird von vielen dankend angenommen. Große Unternehmen haben dies zeitig erkannt und gehen mit gutem Beispiel voran.
 


Auch politisch steigt der Druck. So wurde auf der Bonner Weltklimakonferenz eine Allianz gegründet, die sich für den Kohleausstieg ausspricht. Dies und die Mechanismen der Börse führen dazu, dass Aktien fallen, die mit dem Kohleabbau zu tun haben. Nachhaltige Investments steigen im Kurs und werden von Anlegern gut angenommen. Dabei sichern sich Großabnehmer nicht nur finanziell und wirtschaftlich ab, sondern polieren ganz nebenbei auch noch ihr Image auf. Auch Privatanleger können immer leichter in nachhaltige Kapitalanlagen investieren. Obwohl der Markt für Privatanleger noch klein ist, zeigt der Trend nach oben. Entgegen mancher Vorurteile bedeutet nachhaltiges investieren aber nicht gleich Renditeverzicht. Zwischen den herkömmlichen und nachhaltigen Aktienfonds ließen sich über drei Jahre Laufzeit kaum Leistungsunterschiede messen, ergab eine Studie von Scope. Verbraucher sollten allerdings nicht blind Investments mit der Aufschrift „nachhaltig“ vertrauen. Auch hier gibt es keinen verlässlichen gesetzlichen Mindeststandard für ethisch-ökologische Fonds. Entscheiden und recherchieren Sie daher selbst, wie und in was sie am besten investieren möchten.

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