
Auch politisch steigt der Druck. So wurde auf der Bonner Weltklimakonferenz eine Allianz gegründet, die sich für den Kohleausstieg ausspricht. Dies und die Mechanismen der Börse führen dazu, dass Aktien fallen, die mit dem Kohleabbau zu tun haben. Nachhaltige Investments steigen im Kurs und werden von Anlegern gut angenommen. Dabei sichern sich Großabnehmer nicht nur finanziell und wirtschaftlich ab, sondern polieren ganz nebenbei auch noch ihr Image auf. Auch Privatanleger können immer leichter in nachhaltige Kapitalanlagen investieren. Obwohl der Markt für Privatanleger noch klein ist, zeigt der Trend nach oben. Entgegen mancher Vorurteile bedeutet nachhaltiges investieren aber nicht gleich Renditeverzicht. Zwischen den herkömmlichen und nachhaltigen Aktienfonds ließen sich über drei Jahre Laufzeit kaum Leistungsunterschiede messen, ergab eine Studie von Scope. Verbraucher sollten allerdings nicht blind Investments mit der Aufschrift „nachhaltig“ vertrauen. Auch hier gibt es keinen verlässlichen gesetzlichen Mindeststandard für ethisch-ökologische Fonds. Entscheiden und recherchieren Sie daher selbst, wie und in was sie am besten investieren möchten.
