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Louis-Elisee Piguet Taschenuhr Grand Sonnerie Carillion Minuten Repetition 1885

24.800 €
Basisdaten
Uhrentyp
Taschenuhr
Land
Deutschland
Stadt
Berlin
Baujahr
1895
Zustand
1 (sehr gut)
Minutenrepetition
ja
Kleine Sekunde
ja
Schlagwerk
ja
Geschlecht
Herren/Unisex
Durchmesser (mm)
56
Höhe (mm)
19
Gehäusematerial
Gelbgold
Material Lünette
Gelbgold
Farbe des Ziffernblattes
weiß
Zahlen Ziffernblatt
Römisch
Wasserdicht
über 123 atm
Aufzug
Handaufzug
Kaliber/Werk
43mm /19""
Anzahl Steine
35
Schwingung (Hz)
5
Uhrenglas
Mineralglas
Chronometer
ja
Originalzustand/­Originalteile
ja
Zeiger aus gebläutem Stahl
ja
Beschreibung
Louis-Elisee Piguet, Brassus. Ankerchronometer Taschenuhr Grand Sonnerie mit Carillion und Trip-Minuten-Repetition schwere Prunk-Savonette 1895; Retailer Schwob Freres & Co, La Chaux-de-Fonds, für den US Markt.

Schweres schweizer 18K Goldsavonnette-Gehäuse mit tiefer Guillochierung und glattem Rand, alle drei Deckel aus Gold mit Schweizer 18k Goldmarke (Prüfmarke Le Locle ab 1880). Gehäusemachermarke „Trusty“ mit Hund (Reg. 1884). “Trusty“ war eine Marke von Schwob Freres & Co, das Unternehmen vertrieb die Uhr auf dem Nordamerikanischen Markt. Cuvette gemarkt 20K Gold, signiert und nummeriert mit No. 43 773 und mit Auflistung der Merkmale des Werks. Signiert von Armand Schwob & Co. Werksverglasung. Das Gehäuse ist in exzellentem Zustand.

Zweiteiliges Email-Zifferblatt mit radialen römischen Zahlen, äußerem Minutenkranz ohne Zahlen, gebläuten Birnen-Stahlzeigern. Sehr feine, nur mit der Lupe sichtbare Haarrisse, ansonsten sehr schöner Zustand. Die Qualität und der Zustand dieses Ankerchronometers sind herausragend.

Neusilbernes Ankerchronometerwerk, mit “fausses côtes” - Dekoration, 35 Steine, goldenem Laufwerk und verschraubten Goldchatons. Anker mit Ausgleichsgewicht, großer Goldschrauben- Kompensationsunruh, gebläuter Spirale mit Phillips-Endkurve, zwei Federhäusern mit Tandem-Aufzug, Trip-Minutenrepetition mit drei Hämmern auf drei Federn, Grand Sonnerie mit Carillion sowie Schlagwerk mit Umstellfunktion von „schlagen“ auf „still“. Schweizer Patent-Nr. 7832. Das Werk ist sehr sauber und bestens erhalten, die Funktion wurde vom Uhrmacher geprüft.

Diameter: 56mm, Gewicht: 150g.

Das markante Design der Minutenradbrücke macht es einfach, die Uhr als „Piguet“ Kaliber zu identifizieren. Erfunden und gebaut von dem legendären Uhrmacher Louis-Elisee Piguet aus dem Vallée de Joux des Schweizer Jura. Auch das doppelte Federhaus mit Aufzug über der Krone zeigt auf Piguet als Hersteller; diese Vorrichtung hatte er patentiert, eine Kopie der Patentschrift vom 3. Mai 1895 liegt bei. Ebenfalls dazu ein 80-seitiges Heft („L`oeuvre Louis-Elisee Piguet“ als PDF-Datei), das von der Familie Piguet erstellt wurde, eine umfangreiche Dokumentation der Schaffenskraft dieses Ausnahme-Uhrmachers.

Louis-Elisée Piguet wurde am 13. Juni 1836 in Le Brassus geboren. Es bestand eine familiäre Verbindung zu Louis Audemars und Pierre-Henri Audemars, Urgroßvater von Jules-Louis Audemars, dem Gründer des Unternehmens Audemars Piguet. Cie. Sein Vater, selbst Uhrmacher, fertigte Teile für die umliegenden Uhrmacherbetriebe. Als Kind wurde er bereits sehr früh in der Produktion integriert. 1858 fand er Beschäftigung bei Henri Golay in Genf. Sofort wurde sein Erfindungsreichtum geweckt. Louis-Elisée erfand in rascher Folge mehrere bahnbrechende Verbesserungen, die die Schweizer Uhrmacherei revolutionierten; so ersann er z. Bsp. einen Kronenaufzug für Louis Audemars. Es war eine sehr kreative Zeit. Aufgrund einer Colera-Epidemie 1858 verstarben mehrere Familienmitglieder, darunter sein Vater. Louis-Elisée Piguet kehrte ins Tal zurück und fand eine Anstellung bei Louis Audemars. 1860 heiratete er, bis 1873 folgten sieben Kinder in rascher Folge. Davon fünf Söhne, die alle Uhrmacher wurden. In den 60er Jahren begann er die Zusammenarbeit mit seinem Bruder Henri-Daniel. 1874 fingen die Arbeiten an der berühmten «Merveilleuse» an. Es war ein Auftrag von Le Roy in Paris, ausgeführt und neu erfunden in Zusammenarbeit mit seinem Freund Ami Lecoultre. Wer was genau hergestellt hatte, ist nicht überliefert. Ami, der fast vollständig taub war, arbeitete deswegen gerne alleine. 1878 wurde die Uhr fertiggestellt und wird mit der Signatur von Ami Lecoultre und Le Roy ausgestellt. Sie befindet sich heute im Musee International d‘ Horlogerie in La Chaux-de-Fonds.
1881 gründete Louis Elisée Piguet eine Partnerschaft mit Ami LeCoultre, in deren Verlauf sie mehrere Patente anmeldeten. Die beiden produzierte einige der kompliziertesten Uhren, die an Patek Philippe, Audemars Piguet, Breguet und Vacheron Constantin verkauft wurden. Es bestand eine enge Beziehung zu der Firma Wittenauer, die Schweizer Uhren auf dem US-Amerikanischen Markt vertrieben; zu ihren Kunden gehörte u.a. Tiffany. Jules Jürgensen bezog ebenfalls Erbauches von LeCoultre-Piguet. Die meisten Werke für den Wiederverkauf wurden nicht signiert bzw. in einigen Fällen unter dem Ziffernblatt.

Literaturhinweis: Osvaldo Patrizzi: Dictionnaire Des Horlogers Genevois S. 252. Hier erwähnt Patrizzi, das Ami LeCoultre 1888 ein Patent auf einen Micrometer - Regulator angemeldet hat.

Kathleen H. Pritchard Swiss Timepiece Makers, 1775-1975. P-82. & L-17 & L-39
Auf Seite L-39 unter dem Eintrag von der Firma Lecoultre, Piguet (Brassus & Geneva).
Von Dr.-Ing. Fritz Von Osterhasen und Jacques Frédéric Piguet: Louis Elisée Piguet: six générations d’horlogers de la Vallée de Joux.

Schwob Freres & Co. Uhrwerke, Gehäuse, Zifferblätter; La Chaux-de-Fonds, Schweiz; registriert erstmals 1881. Die Firma vertrieb Schweizer Uhren auf dem US-Amerikanischen Markt unter verschiedenen Namen, die einen amerikanischen Ursprung assoziieren sollten.

Uhren mit einem Carillon, das die Minuten mit drei Hämmern auf drei Gongs repetiert, sind sehr selten. Vier Schweizer Hersteller haben sie hergestellt, Constant Piguet, Cèsar Racine, Zenith und Louis Brandt Frères. Jeder Hersteller hat sein spezifisches Design patentiert, und so kann die vorliegende Uhr aufgrund der Schweizer Patentnummer Louis Brandt Frères zugeordnet werden. 7832, das Louis Brandt Frères am 30. Dezember 1883 erteilt wurde.

Literaturhinweis zur Schwob Freres: Kathleen H. Pritchard Swiss Timepiece Makers, 1775-1975. Seite S-54-56.

Eine absolut identische Uhr, allerdings mit der Signatur Moser, wurde 2011 in Genf für CHF 51.250 verkauft.


ENGLISCH:


Louis-Elisee Piguet, Brassus. Anchor chronometer pocket watch Grand Sonnerie with carillion and trip-minute-repeater heavy pompous savonette 1895; Retailer Schwob Freres & Co, La Chaux-de-Fonds, for the US market.

Swiss 18k gold hunter case with deep guilloche and smooth rim, all three covers made of gold with Swiss 18k gold mark (inspection mark Le Locle from 1880). Case mark "Trusty" with dog (Reg. 1884). "Trusty" was a brand of Schwob Freres & Co, the company distributed the watch on the North American market. Cuvette marked 20K gold, signed and numbered No. 43 773 and listing the characteristics of the movement. Signed by Armand Schwob & Co. Movement glazing. The case is in excellent condition.

Two piece enamel dial with radial Roman numerals, outer minute ring without numerals, blued pear steel hands. Very fine hairline cracks visible only with a magnifying glass, otherwise very nice condition. The quality and the condition of this anchor chronometer are outstanding.

Nickel silver anchor chronometer movement, with "fausses côtes" - decoration, 35 jewels, gold movement and screwed gold chatons. Anchor with balance weight, large gold screw compensation balance, blued hairspring with Phillips end curve, two barrels with tandem winding, trip minute repeater with three hammers on three springs, Grand Sonnerie with Carillion as well as striking mechanism with changeover function from "striking" to "still". Swiss patent no. 7832, the movement is very clean and in very good condition, the function was checked by the watchmaker.

Diameter: 56mm, weight: 150g. 20 Lines

The striking design of the minute wheel bridge makes it easy to identify the watch as a "Piguet" caliber. Invented and built by the legendary watchmaker Louis-Elisee Piguet from the Vallée de Joux of the Swiss Jura. The double mainspring barrel with winding mechanism above the crown also points to Piguet as the manufacturer; he had patented this device; a copy of the patent specification of 3 May 1895 is enclosed. Also included is an 80-page booklet ("L`oeuvre Louis-Elisee Piguet" as a PDF file), which was produced by the Piguet family, a comprehensive documentation of the creative power of this exceptional watchmaker.

Watches with a carillon that repeats the minutes with three hammers on three gongs are very rare. Four Swiss manufacturers have made them, Constant Piguet, Cèsar Racine, Zenith and Louis Brandt Frères. Each manufacturer has patented its specific design, and so the present watch can be attributed to Louis Brandt Frères on the basis of the Swiss patent number. 7832, granted to Louis Brandt Frères on December 30th, 1883.

Louis-Elisée Piguet was born on 13 June 1836 in Le Brassus. There was a family connection with Louis Audemars and Pierre-Henri Audemars, great-grandfather of Jules-Louis Audemars, the founder of the Audemars Piguet company. Cie. His father, himself a watchmaker, made parts for the surrounding watchmaking Manufaktures. As a child, he was integrated into production at a very early age. In 1858 he found employment with Henri Golay in Geneva. His inventiveness was immediately awakened. Louis-Elisée invented several groundbreaking improvements in rapid succession that revolutionized Swiss watchmaking; for example, he invented a crown winding mechanism for Louis Audemars. It was a very creative time. Due to an epidemic of colera in 1858, several members of his family died, including his father. Louis-Elisée Piguet returned to the valley and found a job with Louis Audemars. He married in 1860, and seven children followed in quick succession until 1873. Five of these sons, all of whom became watchmakers. In the 1960s he began working with his brother Henri-Daniel. In 1874 work began on the famous "Merveilleuse". It was a commission from Le Roy in Paris, executed and reinvented in collaboration with his friend Ami Lecoultre. There is no record of who had made what exactly. Ami, who was almost completely deaf, therefore liked to work alone. The watch was completed in 1878 and is displayed with the signature of Ami Lecoultre and Le Roy. Today it is in the Musee International d' Horlogerie in La Chaux-de-Fonds.

In 1881 Louis Elisée Piguet founded a partnership with Ami LeCoultre, during which they applied for several patents. The two produced some of the most complicated watches, which were sold to Patek Philippe, Audemars Piguet, Breguet and Vacheron Constantin. There was a close relationship with the Wittenauer company, which sold Swiss watches on the US market; their customers included Tiffany. Jules Jürgensen also purchased from LeCoultre-Piguet. Most of the movements for resale were not signed or in some cases under the dial.

Reference: Osvaldo Patrizzi: Dictionnaire Des Horlogers Genevois p. 252, where Patrizzi mentions that Ami LeCoultre applied for a patent on a micrometer regulator in 1888.

Kathleen H. Pritchard Swiss Timepiece Makers, 1775-1975. P-82. & L-17 & L-39

On page L-39, under the entry for Lecoultre, Piguet (Brassus & Geneva).

By Dr.-Ing. Fritz Von Osterhasen and Jacques Frédéric Piguet: Louis Elisée Piguet: six générations d'horlogers de la Vallée de Joux.

Swob Freres & Co. Movements, cases, dials; La Chaux-de-Fonds, Switzerland; first registered in 1881. The company sold Swiss watches on the US market under various names that were intended to associate an American origin.

Bibliographical reference on Schwob Freres: Kathleen H. Pritchard Swiss Timepiece Makers, 1775-1975, page S-54-56.

An absolutely identical watch, but with the signature Moser, was sold in Geneva in 2011 for CHF 51,250.


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